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NetVault 11.3 - Installationshandbuch

Einleitung Bereitstellung von NetVault Backup Prüfen der Maßnahmen vor der Installation Durchführen der Installation für das NetVault Backup Überprüfen der Anforderungen nach der Installation Aktualisieren von NetVault Backup NetVault Backup-Lizenzierung Durchführen der Deinstallation von NetVault Backup Fehlerbehebung

Bereitstellungsplanung

Lesen Sie vor der Bereitstellung eines NetVault Backup-Systems die folgenden Themen:

Bei der Bereitstellung von NetVault Backup müssen Sie zuerst die Server- und Clientcomputer festlegen:

NetVault Backup-Server: Auf diesem Computer wird die Serverversion von NetVault Backup gehostet.
NetVault Backup-Clients: Auf diesen Computern wird die Clientversion von NetVault Backup gehostet. Sie bilden außerdem die Ziele für die Sicherungen und Wiederherstellungen.

NetVault Backup muss sich auf einer lokalen Festplatte befinden. Wenn Sie eine Netzwerkfreigabe oder einem Mountpunkt auswählen und darauf kein Zugriff mehr möglich ist, funktioniert NetVault Backup nicht mehr oder nur fehlerhaft.

Auf Linux- und UNIX-Plattformen kann NetVault Backup nicht in Mountpunkten installiert werden, weil das Installationsprogramm versucht, den vorhandenen Inhalt des Bereitstellungspunkts zu löschen. Dies ist jedoch unter Linux und UNIX nicht zulässig.

Eine NetVault Backup-Serverinstallation beansprucht ca. 200 MB Speicherplatz auf Windows-basierten Systemen und ca. 160 MB auf Linux-basierten Systemen.

In der NetVault-Datenbank werden Systeminformationen, Konfigurationsdateien, Jobdetails und Sicherungsindexe gespeichert. Sie wird auf dem NetVault Backup-Server erstellt. Die Datenbank wächst weiter an, wenn verschiedene Datenschutz-Operationen im NetVault Backup-System ausgeführt werden. Wenn die Datenbank nicht mehr aktualisiert werden kann, weil nicht genügend Speicherplatz verfügbar ist, können NetVault Backup-Vorgänge eventuell nicht mehr ausgeführt werden.

Die NetVault-Datenbank kann nicht auf einem Remote-Dateisystem bereitgestellt werden (z. B. eine Netzwerkfreigabe, ein zugewiesenes Netzlaufwerk oder ein NFS-Volume). Zum Installieren der NetVault-Datenbank müssen Sie ein Verzeichnis auf einem lokalen Laufwerk oder Volume auswählen.

Das Datenbankverzeichnis umfasst die folgenden Unterverzeichnisse:

install: In diesem Verzeichnis befindet sich die modules-Datei. Diese enthält eine Liste der NetVault Backup-Module, die auf den Server- und Clientcomputern installiert sind. Das Verzeichnis install ist sehr klein.
bkl: Dieses Verzeichnis enthält die Lizenzschlüsseldateien für die NetVault Backup-Produkte. Das Verzeichnis bkl ist sehr klein.
MediaDatabase: In diesem Verzeichnis sind die Mediendatensätze und Sicherungsindexe gespeichert. Das Verzeichnis „MediaDatabase“ wird während der Nutzung des NetVault Backup-Systems immer umfangreicher. Informationen zum Abschätzen der Speicherplatzanforderungen für das MediaDatabase-Verzeichnis finden Sie unter Berechnung der Datenbankgröße.
pgsql: In diesem Verzeichnis werden die Datensätze von Sicherungs- und Wiederherstellungsjobs gespeichert. Der erforderlich Speicherplatz für dieses Verzeichnis hängt vom Inhalt der Jobs ab. Bei der Berechnung des erforderlichen Speicherplatzes für die NetVault-Datenbank sollten Sie 10 Prozent der Mediendatenbankgröße für dieses Verzeichnis hinzufügen.

Um den erforderlichen Speicherplatz für die Mediendatenbank abzuschätzen, müssen folgende Aspekte berücksichtigt werden:

Ungefähre Anzahl der Dateien und Verzeichnisse, die pro Computer gesichert werden: Für jede Datei/jedes Verzeichnis in einer Sicherung wird in der NetVault-Datenbank ein Indexeintrag generiert, der eine bestimmte Anzahl von Bytes belegt. Der Mittelwert für diese Anzahl von Bytes basiert auf der folgenden Formel: 71 Bytes plus die durchschnittliche Anzahl an Zeichen in den Namen der Dateien, die im Zieldateisystem vorhanden sind.
Anzahl der Versionen, die von jeder Sicherung aufbewahrt werden: Der Begriff „Version“ steht in diesem Zusammenhang für eine Instanz einer Datei- oder Verzeichnissicherung. Wenn eine Datei beispielsweise auf Grundlage der Standard-Sicherungseinstellungen siebenmal gesichert wird, werden sieben Versionen der Datei auf dem Medium gespeichert und in der NetVault-Datenbank indiziert.

Basierend auf diesen Informationen können Sie die folgende Formel verwenden, um den erforderlichen Speicherplatz für das MediaDatabase-Verzeichnis zu berechnen:

Ungefähre Anzahl der Dateien und Verzeichnisse, die pro Computer gesichert werden

Multipliziert mit

Ungefähre Anzahl der Versionen, die aufbewahrt werden sollen

Multipliziert mit

Anzahl der zu sichernden Computer

Multipliziert mit

(71 Bytes + durchschnitt-liche Länge der Dateinamen)

Wenn die durchschnittliche Länge eines Datei- oder Verzeichnisnamens in einem Zieldateisystem acht Zeichen beträgt sowie 200.000 Dateien und 15.000 Verzeichnisse gesichert werden, werden für die Indizierung 17,5 MB benötigt. Wenn diese Dateien und Verzeichnisse dreimal gesichert werden, werden 52,5 MB für die Indizierung benötigt. Wenn diese Dateien und Verzeichnisse fünfmal gesichert werden, werden 87,5 MB für die Indizierung benötigt usw.

Bei der Installation werden den NetVault Backup-Server- und -Clientcomputern ein Name und ein Kennwort zugewiesen:

Name des NetVault Backup-Computers: Der Name des NetVault Backup-Computers ermöglicht die Identifikation der Server- und Clientcomputer in einer NetVault Backup-Domäne.
Kennwort des NetVault Backup-Computers: Das Kennwort für den NetVault Backup-Computer wird verwendet, wenn ein Client zum Server hinzugefügt wird. Das Kennwort für den Computer darf aus maximal 100 Zeichen bestehen. Die folgenden Zeichen sind nicht zulässig: \ und Leerzeichen.
HINWEIS: Maskieren Sie bei der Installation von NetVault Backup im GUI- oder Text-Modus im Computerkennwort oder dem PostgreSQL Database Superuser-Kennwort Sonderzeichen nicht mit dem Escape-Zeichen. Wenn Sie jedoch die CLI-Optionen, wie nvpassword oder nvpgdbpasswd verwenden, maskieren Sie die Sonderzeichen, wie das gewünschte Kennwort mit dem Escape-Zeichen so, dass das Kennwort ordnungsgemäß von der CLI empfangen wird. Wenn das Kennwort beispielsweise <>&#|/"':*.-`()[]{}$@? ist, dann geben Sie es folgendermaßen ein:
Bei der Linux-Shell: \<\>\&#\|/\"\':\*.-\`\(\)[]{}\$@?
Bei der Windows-Eingabeaufforderung: "<>&#|/""':*.-`()[]{}$@?".

Führen Sie in NetVault Backup PostgreSQL unter einem separaten Benutzerkonto aus. Zu diesem Benutzerkonto dürfen nur die Daten gehören, die vom Server verwaltet werden und es darf nicht für andere Daemons freigegeben werden.

Manchmal kann das NetVault Backup-Server-Installationsprogramm aufgrund von Richtlinienbeschränkungen in unserem System PostgreSQL Linux-Benutzerkonten nicht automatisch erstellen.

Bei der Installation der NetVault Backup Serverversion 11.2 oder höher auf Linux oder bei der Aktualisierung von NetVault Backup Server 9.2 auf Linux, können Sie die folgenden Optionen für das PostgreSQL Linux-Benutzerkonto auswählen:

Erstellen des PostgreSQL Linux-Benutzers für NetVault Backup zulassen: Die Standardoption für NetVault Backup, das PostgreSQL Linux-Benutzerkonto zuzulassen (Standardwert: netvault-pgsql auf Linux).
Linux-Benutzername: Erstellen Sie ein Linux-Benutzerkonto gemäß entsprechender Betriebssystem-Anleitung. Stellen Sie sicher, dass der angegebene PostgreSQL Linux-Benutzer zu der Gruppe <user name> gehört. Erstellen Sie die Gruppe mit demselben Namen wie des Linux-Benutzernamens und fügen Sie diesen Benutzer derselben Gruppe hinzu.

Prüfen der Maßnahmen vor der Installation

Allgemeine Anforderungen

Vergewissern Sie sich vor der Installation, dass die folgenden Voraussetzungen erfüllt sind:

Versionshinweise und Kompatibilitätsmatrizes: Lesen Sie vor der Installation die Versionshinweise gründlich durch. Die Versionshinweise können wichtige Informationen zur Installation und Verwendung von NetVault Backup enthalten.
Lesen Sie ebenfalls das Quest NetVault Backup Kompatibilitätshandbuch. Es enthält Informationen zu den unterstützten Plattformen, Betriebssystemversionen, Geräten und Anwendungsversionen. Sie können dieses Handbuch unter folgender Adresse herunterladen: https://support.quest.com/de-de/.
Beachten Sie die folgenden für NetVault Backup Server und Client geltenden Anforderungen an das Betriebssystem: NetVault Backup Server kann unter Linux und Windows installiert werden. NetVault Backup Client kann unter AIX, FreeBSD, HP-UX, Linux, Mac OS X, Solaris und Windows installiert werden.
Lesen Sie die Informationen zur Auslegung des NetVault Backup-Servers: Diese Anleitung enthält Informationen zu den Systemanforderungen für den NetVault Backup-Server. Sie können diese Anleitung von http://www.quest.com/documents/#byproductnetvaultbackup (Abschnitt Technical Briefs) herunterladen.
Auswahl des richtigen Installationspakets unter Linux und Windows: NetVault Backup umfasst getrennte Installationspakete für Linux und Windows Systeme, mit denen jeweils nur Clients oder Server installiert werden können. Server- und Clientpakete stehen als hybride und reine 64-Bit-Versionen zur Verfügung:
Hybride Server- und Clientpakete: Die hybriden Pakete sind für Benutzer vorgesehen, die über keine reine 64-Bit-Umgebung verfügen.
Reine 64-Bit-Server- und -Clientpakete: Die reinen 64-Bit-Pakete sind für reine 64-Bit-Betriebssysteme vorgesehen. Verwenden Sie diese Pakete, falls ein bestimmter Grund vorliegt, dass keine 32-Bit-Komponenten verwendet werden können (wenn Sie z. B. eine Linux-Distribution verwenden, die keine Ausführung von 32-Bit-Code ermöglicht).
netvault-<RYYYYMMMDD>-vx.x.x.x-Server-{LinuxX86Hybrid|WindowsX86Hybrid}: Verwenden Sie dieses Paket, um NetVault Backup Server auf 32- oder 64-Bit-Systemen zu installieren oder zu aktualisieren.
netvault-<RYYYYMMMDD>-vx.x.x.x-Server-{LinuxX86Pure64|WindowsX86Pure64}: Verwenden Sie dieses Paket, um NetVault Backup Server auf reinen 64-Bit-Systemen zu installieren oder zu aktualisieren.
WICHTIG: Vergewissern Sie sich vor der Installation des Hybridpakets für NetVault Backup auf 64-Bit-Linux-Computern, dass alle benötigten 32-Bit-Bibliotheken auf dem System vorhanden sind. Weitere Informationen zu den Anforderungen finden Sie unter Plattformspezifische Anforderungen. Die Installation schlägt möglicherweise ohne Ausgabe von Fehlermeldungen fehl, wenn das Installationsprogramm die benötigten Bibliotheken nicht auf dem System finden kann.
Festlegen der Betriebssystemberechtigungen: Auf den Zielcomputern müssen die Benutzerberechtigungen im Betriebssystems so konfiguriert sein, dass die Installation der Softwarekomponenten möglich ist.
Die ausführbare Zustimmung in den Linux- und UNIX-Installationsprogrammen einstellen: Stellen Sie in den Linux- und UNIX-Plattformen die ausführbare Zustimmung in den Installationsprogrammen ein.
Auswahl des Mehrbenutzer-Runlevels unter Linux und UNIX: Starten Sie auf Linux/UNIX-Plattformen im Mehrbenutzer-Modus.
Festlegen der Benutzerberechtigung (umask) unter Linux und UNIX: Auf Linux- und UNIX-Plattformen darf der umask-Wert für den Rootbenutzer nicht geändert werden. Der Standardwert ist 022. Durch Einstellung von umask auf einen anderen Wert als 022 (z. B. 077) kann zu Auftragsfehlern führen, wenn die Plug-in-Benutzer nicht auf die NetVault Backup-Dateien zugreifen können.
Überprüfen der SELinux-Richtlinie (Security-Enhanced Linux): Wenn SELinux mit der Standardrichtlinie „targeted“ aktiviert ist, verursachen NetVault Backup-Prozesse keine AVC-Zugriffsprobleme (Access Vector Cache). Achten Sie bei Implementierung einer strengen oder benutzerdefinierten Richtlinie darauf, dass NetVault Backup-Prozesse im uneingeschränkten Modus ausgeführt werden können.
Deaktivieren von Antivirus-Software: Sie sollten Antivirus-Software deaktivieren, bevor Sie NetVault Backup installieren oder aktualisieren. Wenn Sie die Antivirus-Software nicht deaktivieren, kann es passieren, dass bestimmte Installationsvorgänge von der Antivirus-Software blockiert werden und verschiedene NetVault Backup-Vorgänge nach der Installation nicht ordnungsgemäß ausgeführt werden können.
Überprüfen der TCP/IP-Konnektivität: NetVault Backup setzt einwandfreie TCP/IP-Verbindungen zwischen den Server- und Clientsystemen voraus. Ein Hostname muss in eine eindeutige IP-Adresse aufgelöst werden können, damit eine Namensauflösung möglich ist.
Überprüfen der Verbindungen zu den Speichergeräten: Stellen Sie sicher, dass die Speichergeräte ordnungsgemäß angeschlossen und funktionsfähig sind. Sie können die Verbindungen zu Speichergeräten mit einem geeigneten Dienstprogramm des Betriebssystems überprüfen, um die Anzahl der Sicherungsoperationen auf dem Gerät zu minimieren.
Konfigurieren von „ulimit“-Variablen (nur Linux/UNIX-Plattformen): Unter Linux und UNIX können Standardgrößeneinschränkungen für verschiedene Variablen bei der Installation von NetVault Backup zu Problemen führen. So können z. B. die Standardeinstellungen für die Variablen file size (blocks) und virtual memory (kbytes) möglicherweise zu niedrig für NetVault Backup sein.

core file size (blocks)

32768

data seg size (kbytes)

unlimited

file size (blocks)

unlimited

open files

64

pipe size (512 bytes)

10

stack size (kbytes)

unlimited

cpu time (seconds)

unlimited

max user processes

400

virtual memory (kbytes)

unlimited

Laden des SCSI Generic-Treibers (sg) auf Linux-basierten Computern: Auf Linux-basierten Systemen verwendet NetVault Backup den Treiber sg für die Verbindung zu Bandgeräten. Auf Computern mit lokal angeschlossenen Bandgeräten müssen Sie den Treiber sg manuell laden oder die Kernelkonfigurationsdatei bearbeiten, damit dieser Treiber beim Start automatisch geladen wird.

Plattformspezifische Anforderungen

In diesem Abschnitt werden die Anforderungen für die folgenden Plattformen behandelt:

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